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FREIE WÄHLER Thannhausen starten Dialogreihe „KOMMEN WIR INS GESPRÄCH“
Mit der ersten Veranstaltung unter dem Motto „Kommen wir ins Gespräch“ haben die Freien Wähler Thannhausen am vergangenen Wochenende im Hotel Sonnenhof den Auftakt zu einer neuen Dialogreihe gesetzt. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit der Fraktion und den Kandidatinnen und Kandidaten.
Ortsvorsitzender und Stadtrat Peter Schoblocher eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden. In seinem Rückblick stellte er die Arbeit der Freie-Wähler-Fraktion in den vergangenen sechs Jahren vor und verwies auf zentrale Erfolge.
Dazu zählten unter anderem die Initiative zum Bau eines Pump Tracks, angestoßen von Gottfried Braun, die Förderung von Balkonkraftwerken, ein engagiertes Krisenmanagement in herausfordernden Zeiten, initiiert durch den heutigen Bürgermeisterkandidaten Stefan Gleich, sowie die Einrichtung von Trinkwasserstellen im Stadtgebiet. Darüber hinaus seien zahlreiche weitere Projekte auf den Weg gebracht worden, die die Lebensqualität in Thannhausen sowie in den Stadtteilen Burg und Nettershausen nachhaltig verbessert hätten.
Im Anschluss stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten der Freien Wähler mit kurzen persönlichen Statements vor. Danach präsentierte Bürgermeisterkandidat Stefan Gleich seine politischen Ziele und die inhaltlichen Schwerpunkte der Wahlaussagen unter dem Motto
„Unsere Stadt. Unsere Familien. Unsere Zukunft.“Er sprach sich für bezahlbares Wohnen für alle Generationen, neue Wohnformen für Jung und Alt unter einem Dach, den Erhalt der kulturellen Vielfalt sowie eine gute ärztliche Versorgung vor Ort aus.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede stand unter dem Leitthema „Unsere Umwelt. Unsere Verantwortung.“. Gleich betonte die Bedeutung von mehr Grün im Herzen der Stadt, einer lebenswerten Stadtentwicklung statt weiterer Versiegelung sowie sicherer Wege für Fußgänger und Radfahrer. Auch die wirtschaftliche Entwicklung Thannhausens nahm breiten Raum ein. Unter dem Leitgedanken „Wirtschaft fördern – Zukunft sichern“ plädierte er für den Erhalt bestehender Betriebe und Arbeitsplätze, die Unterstützung von Existenzgründungen und Neuansiedlungen sowie für attraktive Gewerbeflächen.
Den Mittelpunkt der Veranstaltung bildeten jedoch die Beiträge und die lebhafte Diskussion der Besucherinnen und Besucher. So wurde unter anderem die Frage nach Arbeitsplätzen für Thannhauserinnen und Thannhauser im Ehrenamt, insbesondere bei der Freiwilligen Feuerwehr, thematisiert. Hintergrund sei, dass viele Feuerwehrmitglieder auswärts arbeiten und im Einsatzfall nicht kurzfristig zur Verfügung stehen könnten. Zudem wurde auf einen sich abzeichnenden Personalmangel hingewiesen.
Auch das Thema mehr Grün in der Innenstadt wurde angesprochen. Ein Besucher erinnerte an frühere Entscheidungen, etwa in der Christoph-von-Schmid-Straße, an denen auch die Freien Wähler beteiligt waren. Die Fraktion stellte klar: Entscheidungen können sich im Nachhinein als falsch erweisen. Wichtig sei, Fehler anzuerkennen und sie bei neuen Erkenntnissen zu korrigieren. Deshalb wollen sich die Freien Wähler weiterhin aktiv für mehr Grün und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt einsetzen.
Weitere Wortmeldungen betrafen die Stärkung und Pflege des Ehrenamts, einschließlich besserer Bewerbung und möglicher Unterstützung durch die Stadt, etwa durch Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen. Die Reaktionen der Gäste fielen hierzu eher zurückhaltend aus.
Großen Raum nahm auch die Diskussion um die Umgehungsstraße und die anschließende Sanierung der Bahnhofstraße ein. Dabei war sich ein Großteil der Gäste einig, dass zunächst die Umgehung realisiert werden müsse, bevor die Bahnhofstraße grundlegend saniert werde. Ein längerer Gedankenaustausch verdeutlichte die Bedeutung dieses Themas für die Bürgerschaft.
Zum kommunalen Energieplan wurde nachgefragt, inwieweit die Stadt bereits aktiv sei. Ein mögliches Nahwärmenetz wurde unterschiedlich bewertet, grundsätzlich aber eine Beteiligung der Kommune als sinnvoll erachtet.
Weitere Themen waren außerdem Rad- und Fußwege, zu denen vereinzelt Anmerkungen gemacht wurden, ohne dass konkrete Vorschläge oder weiterführende Forderungen aus dem Gremium entstanden. Stadtrat Peter Schoblocher informierte die Versammlung darüber, dass es bereits seit November 2020 einen einstimmigen Beschluss des Stadtrates gibt, der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern beizutreten und ein Radwegekonzept zu erstellen. Bis heute sei dieser Beschluss jedoch von der Verwaltung bzw. Bürgermeister nicht umgesetzt worden.
Zum Abschluss bedankte sich Peter Schoblocher bei allen Gästen für ihr Kommen und die engagierte Diskussion. Den gemütlichen Ausklang bildete ein gemeinsames Weißwurstfrühstück, zu dem die Ortsvereinigung der Freien Wähler alle Besucherinnen und Besucher eingeladen hatte.